Teil 3 der Theaterreise  

Teil 3 im Gasometer in Schöneberg.

Das Gasometer Schöneberg wurde 1908–1910 als technisch-industrieller Repräsentationsbau für die „Ewigkeit“ errichtet und ist einer der drei größten Gasversorgungsbauten Europas. Inzwischen steht das Gasometer unter Denkmalschutz und ist stillgelegt.

Im zylindrischen Raum mit rostbraunen Stahlwänden kann der Besucher das Ende des Industriezeitalters miterleben, wie es im Anschluss an Don Quijotes Doppelgänger nicht mehr möglich sein wird: Das Gasometer wird nach Beendigung der Trilogie saniert.

     
      Mittelpunkt ist hier ein Schriftsteller, für den gleichsam das Symbol des Labyrinths und die Figur des Don Quijote von zentraler Bedeutung waren: der Argentinier Jorge Luis Borges, der 1986 seine letzte Reise nach Europa antrat. An ihn, den erblindeten Phantasten und Mythensammler, lehnte Umberto Eco den blinden Hüter der labyrinthischen Klosterbibliothek in seinem Roman »Der Name der Rose« an.

Dieser letzte Teil, ein Feuerwerk an Bildern in einem Denkmal des Fortschrittsoptimismus, dem 1908–1910 errichteten Berliner Gasometer, ist Parabel auf das Ende des Lebens und einer Epoche, auf »Erblindung«, dem Anbruch einer neuen Nacht: dem soeben begonnenen 21. Jahrhundert.




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Jeorge Luis Borges
1899–1986